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Anne-Sophie Mutter
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Vita Anne-Sophie Mutter

Anne-Sophie Mutter gehört seit über drei Jahrzehnten zu den großen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Die im Badischen Rheinfelden geborene Violinistin begann ihre internationale Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern. Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung von Herbert von Karajan auf. Seitdem konzertiert Anne-Sophie Mutter weltweit in allen bedeutenden Musikzentren. Neben der Aufführung großer traditioneller Werke stellt sie ihrem Publikum immer wieder Repertoire-Neuland vor; Kammermusik und orchestrale Werke stehen gleichberechtigt nebeneinander; und sie nutzt ihre Popularität für Benefizprojekte und die Förderung musikalischen Spitzennachwuchses.

2010 konzertiert Anne-Sophie Mutter in Asien, Europa und Nordamerika – mit vielfältigen musikalischen Schwerpunkten: Gubaidulinas "In tempus praesens" führt sie erstmals in Japan, Kanada und Russland auf. Das Brahms Violinkonzert spielt die Geigerin auf Tourneen durch die USA und Europa mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra unter Manfred Honeck sowie dem London Philharmonic Orchestra unter Ludovic Merlot. Die Violinsonaten von Johannes Brahms bringt Anne-Sophie Mutter gemeinsam mit Lambert Orkis in Japan und Taiwan auf die Konzertbühne; auf ihrer Recital Tournee durch Europa spielen die beiden Werke von Brahms, Debussy, Mendelssohn und Sarasate.

Bei einer weiteren USA-Tournee führt Anne-Sophie Mutter in einer kammermusikalischen Besetzung der Extra-Klasse gemeinsam mit Yury Bashmet und Lynn Harrell Beethoven-Streichtrios auf.

Beim Rheingau Musik Festival 2010 ist Anne-Sophie Mutter „Artist in Residence“ und spielt zwei Konzerte mit dem hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Paavo Järvi. Auf dem Programm: Die Violinkonzerte von Beethoven und Mendelssohn.

Auch bei der New Yorker Konzertsaison 2010/2011 genießt Anne-Sophie Mutter den Status des „Artist in Residence“ und präsentiert ihrem Publikum drei verschiedene Konzertprogramme – darunter zwei Weltpremieren: Im November verbindet sie die Mozart Violinkonzerte KV 207, 216 und 219 mit der Uraufführung für Wolfgang Rihms „Lichtes Spiel“ – begleitet vom New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Michael Francis. Im April 2011 wird dann in New York erstmals Gubaidulinas „In tempus praesens“ zu hören sein und im Juni 2011 folgt eine Beethoven Romanze, verbunden mit der Weltpremiere von Sebastian Curriers „Time Machines“.

Neben den großen thematischen Schwerpunkten stehen u.a. die Violinkonzerte von Beethoven, Dvorak und Mendelssohn, „Sur le même accord“ von Henri Dutilleux sowie „Gesungene Zeit“ von Wolfgang Rihm auf ihrem Programm 2010, die sie mit dem Chicago Symphony Orchestra, Kirov Orchester, Montreal Symphony Orchestra, Orchester des Mariinsky-Theaters St. Petersburg, Orquesta de Cámara Andrés Segovia, Shanghai Symphony Orchestra, Taiwan Symphony Orchestra, Tokyo Symphony Orchestra und den Wiener Philharmonikern spielt. Ihre Partner am Dirigentenpult: Pablo Gonzáles, Valéry Gergiev, Riccardo Chailly, Riccardo Muti und Kent Nagano.

Für ihre zahlreichen Plattenaufnahmen erhielt Anne-Sophie Mutter unter anderem den Deutschen Schallplattenpreis, den Record Academy Prize, den Grand Prix du Disque, den Internationalen Schallplattenpreis sowie mehrere Grammys. Anlässlich Wolfgang Amadeus Mozarts 250. Geburtstag legte Anne-Sophie Mutter neue Aufnahmen mit Werken sämtlicher wichtiger Kompositionen Mozarts für Violine bei Deutsche Grammophon vor - auf CD und DVD. Im September 2008 erschien ihre Einspielung des Gubaidulina Violinkonzertes "In tempus praesens" mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valéry Gergiev sowie der Bach Violinkonzerte in a-Moll und E-Dur mit den Trondheimer Solisten unter der Leitung der Geigerin. Zum Mendelssohn Gedenkjahr 2009 würdigte Anne-Sophie Mutter den Komponisten mit einer sehr persönlichen Hommage, bei der sich Solo-Konzertrepertoire und Kammermusik auf CD und DVD vereinen: Die Violinsonate in F-Dur von 1838, das ein Jahr später vollendete Klaviertrio in d-Moll und das Violinkonzert e-Moll von 1845.

Im März 2010 erschien bei Deutsche Grammophon Anne-Sophie Mutters Einspielung der Brahms Violinsonaten mit Lambert Orkis.

Ein besonderes Interesse der Künstlerin gilt der zeitgenössischen Violinliteratur. Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn und Wolfgang Rihm haben ihr Werke gewidmet. Mit Kammermusik-Werken von Penderecki und Rihm sind weitere Uraufführungen geplant.

2008 errichtete die Künstlerin die "Anne-Sophie Mutter Stiftung": Ziel der Stiftungsarbeit ist eine weitere Stärkung der weltweiten Förderung musikalischen Spitzennachwuchses, die sich die Geigerin seit 1997 mit der Gründung des "Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V." zur Aufgabe gemacht hat. Wichtig ist für Anne-Sophie Mutter auch die Arbeit an medizinischen und sozialen Problemen unserer Zeit. Sie unterstützt diese Anliegen durch regelmäßige Benefizkonzerte. So spielt sie im Jahr 2010 beispielsweise für das „Maison de Solenn“, „Save the Children“, die „Fondation Dr Henri Dubois-Ferrière Dinu Lipatti“ sowie für die „Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe“.

Anne-Sophie Mutter erhielt 2008 den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis. 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

10. November 2009

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