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Adrian Anantawan

Violine

Im Alter von neun Jahren begann der gebürtige Thai-Chinese Adrian Anantawan, Geige zu spielen. Seitdem hat er sich als „aufsteigender Stern der klassischen Musik“ (Globe and Mail) etabliert. In 2001 erhielt er ein leistungsorientiertes Vollstipendium des Curtis Institute of Music und machte seinen Bachelor-Abschluss als Schüler von Ida Kavafian und Yumi Ninomiya Scott. Im Rahmen des NAC Young Artists Program studierte er zudem einige Sommer lang bei Pinchas Zukerman in Ottawa und bei Itzhak Perlman in Shelter Island, New York. Er besitzt auch ein Master-Diplom der Universität Yale, wo er unter Peter Oundjian studierte.

In Kanada absolvierte Adrian eine Vielzahl von Auftritten als Solist mit den Orchestern von Toronto, Nova Scotia, Winnipeg, Saskatoon, Montreal, Edmonton und Vancouver. Er gab auch Konzerte im Rahmen des Aspen Music Festivals, in der Weill Recital Hall der Carnegie Hall und im Weißen Haus. Zu seinen stolzesten Momenten gehören Auftritte vor den verstorbenen Christopher Reeve und Papst Johannes Paul II. Außerdem vertrat er Kanada als Kulturbotschafter bei den Olympischen Spielen 2006 in Athen und trat 2010 bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele in Vancouver auf. In 2010/2011 arbeitete er mit Anne-Sophie Mutter im Rahmen einer Europatournee durch zehn Städte und bei Auftritten in den Vereinigten Staaten und Kanada zusammen.

In 2006 wurde er wegen seiner Arbeit an dem Kinderlieder-Album "A Butterfly in Time" (Marco Polo Records) für den Juno nominiert. 2009 wurde er in die Terry Fox Hall of Fame aufgenommen. Er gewann den internationalen Rosemary-Kennedy-Wettbewerb und erhielt den CBC Galaxie Award.

Adrian, der ohne rechte Hand geboren wurde, ist ein wichtiger Fürsprecher der Behindertenkunst. Er ist nationaler Sprecher von War Amps of Canada sowie des Kinder-Rehabilitationszentrums Holland Bloorview. In den kanadischen Medien ist er sehr aktiv, und sein Dokumentarfilm "Adrian Anantawan: Die Geschichte hinter den Noten" wird gegenwärtig von der Canadian Broadcasting Corporation (CBC) im ganzen Land ausgestrahlt.

Adrian ist auch innerhalb seiner Gemeinde sehr aktiv. Er unterstützte den Aufbau der Virtual Chamber Music Initiative im Kinder-Rehabilitationszentrum Holland Bloorview. In diesem Gemeinschaftsprojekt entwickeln Forscher, Musiker, Ärzte und Ausbilder adaptierbare Musikinstrumente, die von einem jungen, behinderten Menschen in einem Kammermusikensemble gespielt werden können. Im gegenwärtig zweiten Jahr ihres Bestehens hat die Initiative dazu beigetragen, das Leben von Kindern mit zerebralen Lähmungen, spinaler Muskelatrophie und Rett-Syndrom zu verändern. Das Projekt wird mit einer Aufführung des VMI mit dem Montreal Chamber Orchestra im November 2011 seinen Abschluss finden.

Als Ausbilder ist er gegenwärtig Fakultätsmitglied des Programms für junge Künstler des National Arts Centre. Er unterrichtet in seiner Pre-College-Abteilung seit 2008. Gemeinsam mit dem Pianisten Bryan Wagorn rief er das CODA-Projekt ins Leben, ein Programm, das darauf ausgerichtet ist, junge Musiker (im Alter von 12 bis 18 Jahren) darin auszubilden, in der Gemeinde Ottawa musikalische Projektarbeit mit Menschen mit Förderungsbedarf zu initiieren. Im September 2011 besuchte er die Harvard Graduate School of Education, um die Rolle adaptiver Musikinstrumente innerhalb eines UDL-Curriculums zu untersuchen.



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