Junge Talente Die Stipendiaten

Viola Hwayoon Lee

Die Bratschistin Hwayoon Lee, derzeit Studentin von Ulrich Knörzer an der Universität der Künste in Berlin und ehemalige Teilnehmerin des Programms „Junge Solisten“ an der renommierten Kronberg Academy, hat sich bereits einen beachtlichen Namen als (Konzert-) Solistin und Kammermusikerin gemacht. Als Gewinnerin des Yuri Bashmet Viola Competition und Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung war sie in vielen großen Konzerthallen und bei namhaften Festivals zu Gast und konnte mit renommierten Musikern wie Yuri Bashmet, Gidon Kremer, Anne-Sophie Mutter, Krzysztof Penderecki und András Schiff zusammenarbeiten.

Hwayoon Lee wurde 1996 im südkoreanischen Seoul geboren. Im Alter von drei Jahren entdeckte sie für sich Pansori, die traditionelle koreanische Musik für Stimme und Trommel. Mit neun Jahren begann sie Bratsche zu lernen und nahm im Zuge Ihrer Ausbildung an Meisterkursen bei Yuri Bashmet, Wilfried Strehle und Tabea Zimmermann teil.

Im Jahr 2010 erlangte Hwayoon Lee durch ihren Sieg beim österreichischen Johannes-Brahms- Wettbewerb internationale Aufmerksamkeit. Aufgrund dieses Erfolges wurde sie zu Konzerten bei Musica in Collina im italienischen Lapedona eingeladen. Zur Sensation wurde ihre Teilnahme als jüngste Kandidatin beim 7. International Yuri Bashmet Viola Competition in Moskau, wo Hwayoon Lee als erste Musikerin in der Geschichte des Wettbewerbs mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde.

Zu den jüngsten Höhepunkten zählen für Hwayoon Lee Konzerte mit dem Baltic Philharmonic Orchestra (Krzysztof Penderecki), den Bamberger Symphonikern (Manfred Honeck), hr-Sinfonieorchester (Gregory Vajda), Moscow Soloists (Yuri Bashmet), Münchner Symphonikern (Ken-David Masur), Symphony Orchestra of New Russia, Rundfunk Sinfonie Orchester Berlin und den Stuttgarter Symphonikern. Im April 2020 tritt sie beim Eröffnungskonzert des Seoul Orchestra Festival auf, wo sie Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 6 mit den Sejong Soloists spielt. Im April 2020 nimmt sie ferner zum ersten Mal an den Tong Yeong Isang-Yun Festspielen teil; im Mai kehrt sie zum Seoul Spring Festival zurück (wo sie zum ersten Mal 2009 im Alter von 11 Jahren zu hören war). Im August 2020 ist sie bei den Weilburger Schlosskonzerten mit Mozarts Sinfonia Concertante zu erleben.

Als Solistin und Kammermusikerin ist Hwayoon Lee bei den Festivals in Edinburgh, Grafenegg, Marlboro, Mecklenburg-Vorpommern, Moritzburg, Rheingau, Schleswig-Holstein und Wolfegg aufgetreten. Die Anne-Sophie Mutter Stiftung unterstützt Hwayoon Lee seit Juli 2011 - seit 2013 ist sie außerdem regelmäßig mit dem Ensemble Mutter’s Virtuosi auf Tournee und war 2014 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter in Mozarts Sinfonia Concertante mit den Bamberger Symphonikern unter Manfred Honeck zu erleben. Hwayoon Lee wird darüber hinaus durch das Koreanische Ministerium für Kultur im Rahmen des AYAF Projektes gefördert. 2018 war Hwayoon Lee die erste Bratschistin, die den Preis der Mozart Gesellschaft beim ARD-Wettbewerb gewann.

Die Bratschistin widmet sich mit großer Hingabe Konzerten für junge Hörer und dem Erzählen von musikalischen Geschichten – so tritt sie regelmäßig in Kindergärten, Kinderkrankenhäusern und in Einrichtungen für Waisenkinder auf.

Hwayoon Lee spielt eine Viola von Gasparo da Saló aus dem Jahr 1590, die ihr von der Samsung Foundation of Culture of Korea und der Stradivari Society® zur Verfügung gestellt wird.

(zuletzt aktualisiert Februar 2020)

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