Junge Talente Die Stipendiaten

Violine Ye-Eun Choi

„Ein herausragender Ruf eilt der 31-jährigen Geigerin Ye-Eun Choi voraus. Alle schwärmen von ihrer einzigarten Spielart und individuellen Ausdruckskraft am Instrument. (…) Attraktiv und höchst emotional. Und tatsächlich: Das berühmte Violinkonzert op. 47 von Jean Sibelius musizierte Ye-Eun Choi mit einem atmenden Duktus und einer betörend schönen und vielgestaltigen Tongebung, die ich in dieser Klarheit noch sehr selten erlebt habe. Praktisch ohne Spielgeräusche führte sie den Bogen und formte ebenso emotionale wie virtuose Phrasierungen und Doppelgriffe mit einer spielerischen Leichtigkeit. Damit erreichte Ye-Eun Choi eine große musikalische Weite und einen Tiefgang. Damit verlieh sie jedem noch so kleinen Ton seinen Stellenwert im Ganzen. Die kompliziertesten Klänge und Arpeggi wirkten brillant und mit obertonreicher Strahlkraft. Auf individuelle Weise stellte die Solistin auch den markigen Finalsatz in den Raum, den Sibelius selbst als „dance macabre“ bezeichnet hat. Ye-Eun Choi verzichtete auf die perkussiven Anteile und begeisterte durch die dunkle und satte Tongebung des Hauptthemas.“ (Silvia Thurner, KULTUR)

Ye-Eun Choi zeichnet sich durch einen einzigartigen Klang aus; ein reiches, warmes Timbre, das sich aus einer hoch sensitiven Klanggebung und einem dynamischen Enthusiasmus zusammensetzt. Eine Kombination, die man nur selten findet. Ye-Eun Choi ist unverwechselbar – als Solistin und als Kammermusikerin. Ihr farbenvolles, expressives Spiel, ihre Lyrik und ihre beeindruckende Virtuosität werden von der internationalen Presse gefeiert.

„Sie ist eine Musikerin, die einen eigenen Ausdruck sucht, die einen [...] wiedererkennbaren Klang besitzt und sehr viel Klangphantasie in sich trägt, also genau das, was man natürlich unter den Solisten sucht: Jemand, der [ein Werk] nicht nachlebt, sondern es neu erlebt. Sie ist eine der ganz großen Geigentalente.“ (Anne-Sophie Mutter) Eine langjährige Beziehung verbindet die beiden Künstler, die oft gemeinsam auf der Bühne stehen. Sowohl in dieser als auch nächsten Saison spielen sie Kammermusik in ganz Europa, den USA und Asien zusammen mit den Cellisten Daniel Müller Schott und Kian Soltani, und dem Bratschisten Vladimir Babeshko. Umfangreiche Konzertreisen führen sie zu den bekanntesten Konzertsälen wie dem Wiener Konzerthaus, der Berliner Philharmonie, der Alten Oper Frankfurt, dem Palau de la Musica Catalana, der Carnegie Hall in New York, der Davis Symphony Hall in San Francisco und der Suntory Hall in Tokio.

Zu den jüngsten und zukünftigen Engagements von Ye-Eun Choi gehören Konzerte mit dem Estnischen Nationalorchester und Neeme Järvi, NHK Symphony Orchestra und Stéphane Denève, mit dem National du Capitole de Toulouse und Joseph Swensen, mit der Deutschen Radiophilharmonie und Krzysztof Penderecki, mit dem Daegu Symphony Orchestra und Massimo Zanetti, mit dem Seoul Philharmonic in dem Seoul Arts Center, mit dem BBC Philharmonic Orchestra und Rory Mcdonald, mit dem Girona Orchestra und dem Orchestre de Chambre de Luxembourg.

Zu den Höhepunkten der letzten Saisons gehörten unter anderem Konzerte mit dem Orchestre National de France unter der Leitung von Riccardo Muti in Paris, mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks in Kooperation mit dem Hochschulorchester der Hochschule für Musik und Theater München unter der Leitung von Mariss Jansons, mit dem Gyeonggi Philharmonic Orcehstra unter Jaap van Zweden sowie mit dem Osaka Philharmonic unter Eiji Oue. Außerdem spielte sie mit dem Seoul Philharmonic Orchestra zum Nationalen Tag der Befreiung Koreas bei einem Ehrenkonzert der Regierung. Ebenso war sie Solistin bei Tourneen mit der NDR Radiophilharmonie Hannover und Andrew Manze nach Südkorea, mit dem Rotterdam Philharmonic unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin in die Niederlande und nach Italien sowie mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Jiří Bělohlávek nach Luxemburg und Warschau.

Sie tritt regelmäßig auf Festivals wie dem Bergen International Festival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Dresdner Musikfestspielen, dem Moritzburg Festival, dem Verbier Festival, dem Blaricum Musik Festival und den Marcel Proust Musiktagen in Cabourg auf.

Daneben hatte Choi ihr Debüt mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Christoph Eschenbach. Im Jahr 2007 wurde sie als “Rising Star" von der League of American Orchestras ausgewählt. 2013 erhielt sie den Young Artist European Cultural Award. Im gleichen Jahr veröffentlichte die Deutsche Grammophon ihre Debüt-CD mit Sonaten von Mendelssohn, Schubert und Prokofjew.

Sie spielt eine Geige von J.B. Guadagnini, Parma ca. 1765.

Ye-Eun Choi wurde in Seoul geboren, wo sie mit zehn Jahren ihr Orchesterdebüt mit dem Seoul Philharmonic Orchestra gab. Sie wurde im Alter von 16 Jahren von Anne-Sophie Mutter entdeckt und seitdem ist Ye-Eun Stipendiatin der Anne-Sophie Mutter Stiftung. 2004 ging sie nach München, um an der dortigen Hochschule für Musik und Theater bei Ana Chumachenco zu studieren. Ihr Konzertexamen absolvierte sie 2014. Sie lebt zurzeit in München.

Ye-Eun Choi wird weltweit von Natalja Slobodyreva / Meta Artists International vertreten.

Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit Meta Artists International.

01/2020, © Foto: Evgeny Evtyukhov

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