Hommage à Penderecki – 2018 Eine außergewöhnliche Künstlerfreundschaft

Eine außergewöhnliche Künstlerfreundschaft

Eine außergewöhnliche Künstlerfreundschaft

Zum 85. Geburtstag von Krzysztof Penderecki erscheint bei Deutsche Grammophon am 10. August ein Doppelalbum mit unterschiedlichen Werken des Komponisten für Geige und Klavier oder Orchester, eingespielt von Pendereckis musikalischer Weggefährtin Anne-Sophie Mutter. Das Album kann ab dem 1. Juni vorbestellt werden.

Die Geigerin Anne-Sophie Mutter und der Komponist und Dirigent Krzysztof Penderecki zählen zu den führenden Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit. Bereits seit 30 Jahren verbindet die beiden herausragenden Musiker eine intensive und fruchtbare Freundschaft, im Laufe derer sie sich immer wieder aufs Neue gegenseitig inspiriert und herausgefordert haben. Anlässlich des 85. Geburtstags von Krzysztof Penderecki erscheint bei Deutsche Grammophon nun ein besonderes Doppelalbum, für das Anne-Sophie Mutter mal solistisch, mal in Begleitung von Kollegen verschiedene Werke des polnischen Komponisten eingespielt hat, die Pendereckis einzigartige Tonsprache faszinierend dicht und facettenreich wiedergeben. Entstanden ist eine feinsinnige und berührende Hommage der Geigerin an ihren musikalischen Freund und Weggefährten, für die Anne-Sophie Mutter erstmals die Zweite Violinsonate eingespielt hat.

Die Werke von Penderecki tragen eine existenzielle Tiefe in sich und gehen weit über rein klangsinnliche Erfahrungen hinaus. Anne-Sophie Mutter vergleicht ihre Komplexität und Vielseitigkeit mit jener der Kunstwerke Picassos, derart unterschiedlich, gegensätzlich und kontrastreich seien seine verschiedenen musikalischen Schöpfungen. Für Penderecki selbst sind seine Kompositionen das Ergebnis unermüdlicher und extrem fordernder Arbeitsphasen. So sagt er: »Ich liebe es, unbekannte Wege zu gehen. Wenn ich komponiere, muss ich das tun, sonst kommt nichts dabei heraus. Ich beginne irgendwo in der Mitte eines Werkes, gehe nach rechts oder links und muss immer wieder den Weg suchen, oft auch zurückgehen. Ich komponiere, bis mir irgendwann klar wird, dass ich es eigentlich viel besser könnte. Dann beginne ich von vorne.« Bis heute hat sich Penderecki diese selbstkritische Haltung und seinen enormen Anspruch an sich selbst bewahrt. Die derart entstandenen Werke zeugen auf eindringliche Art und Weise von seiner kompromisslosen Hingabe an die Musik und loten die emotionalen Extreme des Menschseins packend aus. 

Das Doppelalbum umfasst verschiedene Stücke, die Penderecki für Violine komponiert hat und die von Anne-Sophie Mutter reich an Klangfarben und einnehmend expressiv und persönlich im Ausdruck interpretiert werden. Neben dem virtuosen Variationswerk für Solovioline La Follia und dem dialoghaften Konzertduo für Geige und Kontrabass, das Anne-Sophie Mutter zusammen mit dem Kontrabassisten Roman Patkoló eingespielt hat, stehen zwei komplexe Großwerke im Zentrum des Albums, die Pendereckis vielschichtige und ausdrucksstarke Kompositionskunst intensiv widerspiegeln. Das symphonisch angelegte Violinkonzert Nr. 2 trägt den Titel Metamorphosen und wurde von Anne-Sophie Mutter 1995 uraufgeführt. »Für mich ist diese Arbeit eine physische und eine psychologische Herausforderung, die ich mit tiefer Dankbarkeit annehme«, sagt die Musikerin über das höchst anspruchsvolle und kontrastreiche Werk, in dem Penderecki virtuos verschiedenste stilistische Ausrichtungen miteinander vereint. Ebenso wie das Violinkonzert hat Penderecki auch seine Zweite Sonate für Geige und Klavier Anne-Sophie Mutter gewidmet, die sie für das Album mit dem Pianisten Lambert Orkis eingespielt hat. Das fünfsätzige Stück gleicht dabei einem dramatischen Diskurs über das Leben, der den Hörer schließlich bewegt zurücklässt. 

Penderecki und Mutter verbindet eine langjährige und inspirierende Freundschaft. Die beiden lernten sich bereits Anfang der Achtzigerjahre kennen. Ihre enge künstlerische Beziehung beginnt 1988, als die damals 25-jährige Mutter Prokofjews Erstes Violinkonzert spielte und Penderecki dirigierte. Der Dirigent war vom ersten Moment an fasziniert von der reifen Interpretationskraft der Geigerin und die damals beginnende musikalische Partnerschaft dauert bis heute an. Für Anne-Sophie Mutter ist es »weit mehr als nur Bewunderung, was mich seit Jahrzehnten mit den Werken von Krzysztof Penderecki verbindet. Mich erschüttert die Tiefe der Empfindung, die aus ihnen spricht – fast mehr noch als sein kompositorisches Genie«, so die Musikerin. Mit dem Doppelalbum Hommage à Penderecki setzt sie dem außergewöhnlichen Tonschöpfer und ihrer gemeinsamen Freundschaft ein berührendes Denkmal.

Juni 2018

Hommage à Penderecki (Teaser)
Penderecki Violinsonate Nr. 2 – Hommage à Penderecki
La Follia – Hommage à Penderecki
Metamorphosen – Hommage à Penderecki
Wie komponieren Sie? – Hommage à Penderecki
  • Hommage à Penderecki
    Hommage à Penderecki
    Penderecki

    Anne-Sophie Mutter, Roman Patkaló, Lambert Orkis, London Symphony Orchestra, Krzysztof Penderecki

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