Ein biografischer Überblick

2023 Ein biografischer Überblick

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit 47 Jahren konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin. Dabei ist die viermalige Grammy® Award Gewinnerin der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik.

Sie hat bislang 31 Werke uraufgeführt – Thomas Adès, Unsuk Chin, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert. Darüber hinaus widmet sie sich der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses und zahlreichen Benefizprojekten. Zudem wählte sie der Stiftungsrat der Deutschen Krebshilfe 2021 zur neuen Präsidentin der gemeinnützigen Organisation. Seit Januar 2022 gehört sie dem Stiftungsrat von Lucerne Festival an. Im Herbst 1997 gründete sie den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.“, dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Und seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Solisten-Ensemble „Mutter’s Virtuosi“.

Konzerte 2023

Auch im Jahr ihres 60. Geburtstags spiegeln Anne-Sophie Mutters Konzerte die musikalische Vielseitigkeit der Violinistin und ihren beispiellosen Rang in der Welt der klassischen Musik wider. Zahlreiche ihr gewidmete Kompositionen prägen den Konzertkalender 2023; in vielen Ländern werden diese Werke erstmals zu hören sein. Zum Jahresbeginn gastiert Anne-Sophie Mutter mit „Mutter’s Virtuosi“ in Island, den USA sowie in Kanada. Aufgeführt werden dabei Joseph Bologne, Chevalier de Saint Georges‘ Konzert in A-Dur, op. 5 No. 2, Unsuk Chin’s „Gran Cadenza“ (von Mutter beauftragt), Vivaldis Konzert für 4 Violinen h-moll, op. 3 Nr. 10 sowie seine „Vier Jahreszeiten“.

Zwei weitere Tourneen im Juni sowie im August/September führen Anne-Sophie Mutter und ihre Virtuosi durch Europa. Das Repertoire umfasst drei Werke von J.S. Bach, sein Violinkonzert No. 1 in a-Moll, das Doppelkonzert für zwei Violinen und das Brandenburgische Konzert Nr. 3, G-Dur. Zudem das Nonett von André Previn, der Geigerin gewidmet, sowie das Violinkonzert D-Dur von Francesco Maria Veracini und Joseph Bologne, Chevalier de Saint Georges‘ Konzert in A-Dur, op. 5 No. 2. Vierzehn Streicher werden bei diesen drei Tourneen zusammen mit Knut Johannessen am Cembalo unter der Leitung von Anne-Sophie Mutter konzertieren.

In den USA gastiert sie mit der „Air – Homage to Sibelius“ von Thomas Adès, die sie mit beauftragt und 2022 beim Lucerne Festival gemeinsam mit dem Komponisten uraufgeführt hat. Ihre musikalischen Partner: Das Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Andris Nelsons.

Auch eine Europa-Tournee mit Kammermusik ist geplant: Die Sonate für Violine und Klavier Nr. 3 d-Moll op. 108 von Johannes Brahms, drei Romanzen op. 22 für Violine und Klavier von Clara Schumann sowie das „Geistertrio“ von Ludwig van Beethoven und Sebastian Curriers „Ghost Trio“ (der Geigerin gewidmet) führt Mutter mit Lambert Orkis und dem Cellisten Maximilian Hornung auf. Das „Ghost Trio“ wird dabei erstmals in Europa zu hören sein.

Einen weiteren musikalischen Schwerpunkt stellt 2023 das Werk John Williams’ dar: In Australien, Europa sowie den USA spielt Mutter das ihr gewidmete Violinkonzert Nr. 2 sowie eine Auswahl der virtuosen Filmmusik-Adaptionen, die Williams eigens für sie geschrieben hat – in dem USA mit dem Komponisten am Pult.

Mit Krzysztof Pendereckis „Violinkonzert Nr. 2, Metamorphosen“ zum 90. Geburtstag des 2020 verstorbenen Komponisten beschließt Anne-Sophie Mutter das Jahr 2023. In Polen und Israel führt sie dieses ebenfalls ihr gewidmete Werk gemeinsam mit dem Warsaw National Philharmonic Orchestra und dem Dirigenten Andrzej Boreyko auf.

Auszeichnungen

Die Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau verlieh ihr im März 2022 die Ehrendoktorwürde. Im Oktober 2019 wurde Anne-Sophie Mutter mit dem Praemium Imperiale in der Kategorie Musik ausgezeichnet; im Juni erhielt sie den Polar-Musikpreis. Polen verlieh Anne-Sophie Mutter als erster deutschen Künstlerin im März 2018 die Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste in Gold. Im Februar 2018 wurde die Geigerin zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia ernannt. Rumänien verlieh Anne-Sophie Mutter im November 2017 den Kulturverdienstorden im Rang eines Großoffiziers; im gleichen Monat ehrte sie Frankreich mit der Verleihung der Insignien eines Kommandeurs im französischen Orden der Künste und der Literatur. Im Dezember 2016 zeichnete sie das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport mit der „Medalla de oro al Mérito en las Bellas Artes“ aus. Im Januar 2015 wurde Anne-Sophie Mutter zum Honorary Fellow des Keble College der University of Oxford ernannt. Im Oktober 2013 wurde sie ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences, nachdem sie im Januar mit dem Orden der Lutoslawski Gesellschaft (Warschau) ausgezeichnet worden war. 2012 verlieh ihr der Atlantic Council den Distinguished Artistic Leadership Award. 2011 erhielt sie den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 erhielt Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis.

Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

Aktualisierung 5. Dezember 2022

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