Ein biografischer Überblick

2024 Ein biografischer Überblick

Anne-Sophie Mutter ist ein musikalisches Phänomen: Seit 48 Jahren konzertiert die Virtuosin weltweit in allen bedeutenden Musikzentren und prägt die Klassikszene als Solistin, Mentorin und Visionärin. Dabei ist die viermalige Grammy® Award Gewinnerin der Aufführung traditioneller Kompositionen genauso verpflichtet wie der Zukunft der Musik.

Sie hat bislang 31 Werke uraufgeführt – Thomas Adès, Unsuk Chin, Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn, Wolfgang Rihm, Jörg Widmann und John Williams haben für Anne-Sophie Mutter komponiert. Darüber hinaus widmet sie sich der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses und zahlreichen Benefizprojekten. Zudem wählte sie der Stiftungsrat der Deutschen Krebshilfe 2021 zur neuen Präsidentin der gemeinnützigen Organisation. Seit Januar 2022 gehört sie dem Stiftungsrat von Lucerne Festival an. Im Herbst 1997 gründete sie den „Freundeskreis Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.“, dem 2008 die Anne-Sophie Mutter Stiftung zur Seite gestellt wurde. Im Rahmen dieser beiden gemeinnützigen Institutionen werden die Stipendiaten nach ihren individuellen Bedürfnissen unterstützt. Und seit 2011 teilt Anne-Sophie Mutter regelmäßig das Rampenlicht mit ihrem Solisten-Ensemble „Mutter’s Virtuosi“.

Konzerte 2024

Anne-Sophie Mutters Konzertkalender 2024 mit Auftritten in Asien, Europa und Nordamerika spiegelt erneut die musikalische Vielseitigkeit der Violinistin und ihren beispiellosen Rang in der Welt der klassischen Musik wider. Zahlreiche ihr gewidmete Kompositionen prägen die Konzerte; in vielen Ländern werden diese Werke erstmals zu hören sein.

Zum Jahresbeginn gastiert Mutter mit der britischen Erstaufführung des ihr gewidmeten Violinkonzerts Nr. 2 von John Williams sowie Filmmusiken der Hollywood-Legende in London. Ihre musikalischen Partner: Das London Philharmonic Orchestra, dirigiert von Jonathon Hayward.

Ende Januar folgen Konzerte in Los Angeles, wo sie das Brahms Doppelkonzert mit dem Cellisten Pablo Ferrández, einem Stipendiaten ihrer Stiftung, sowie dem Los Angeles Philharmonic unter der Leitung von Gustavo Dudamel aufführt.

Bei der Salzburg Mozartwoche tritt sie mit zwei Programmen auf: Die Sinfonie Concertante spielt Mutter mit dem Bratschisten Michael Barenboim; Lahav Shani dirigiert dabei die Wiener Philharmoniker. Für vier Klaviertrios hat sie die Pianistin Lauma Skride sowie den Cellisten Maximilian Hornung, einen ehemaligen Stipendiaten ihrer Stiftung, an ihrer Seite.

Im März gastiert Mutter in Asien, wo sie mit dem Pianisten Lambert Orkis das 36. Jahr ihrer musikalischen Zusammenarbeit einläutet. Auf dem Programm stehen Werke von Mozart, Respighi, Schubert und Clara Schumann, die die beiden Ausnahmemusiker in der zweiten Jahreshälfte zudem in Europa aufführen werden.

Auch in Israel wird das Williams Violinkonzert Nr. 2 erstmals zu hören sein: Im April in Haifa und Tel Aviv; in beiden Städten führt Mutter zudem das Beethoven Violinkonzert auf.

Zum 30. Todestag von Witold Lutosławski spielt Mutter in Warschau mit der Orchesterversion der „Partita“ ein ihr gewidmetes Werk sowie darüber hinaus die „Chain 2“ und die „Interlude“ des polnischen Komponisten. Am Pult Andrzej Boreyko, der das Warsaw Philharmonic Orchestra dirigiert.

Lutosławskis „Partita“ bringt sie im Mai zudem in Leipzig und London auf die Bühne, dort kombiniert mit Thomas Adès’ „Air – Homage to Sibelius“, die der Komponist der Geigerin gewidmet hat und die in Deutschland sowie Großbritannien erstmals zu hören sein wird. In Leipzig leitet Andris Nelsons das Gewandhaus Orchester; in der britischen Metropole Thomas Adès das London Symphony Orchestra.

Bei der Europa-Tournee im Juni steht erneut das Williams Violinkonzert Nr. 2 im Zentrum, das Mutter dabei mit dem Dallas Symphony Orchestra, dirigiert von Fabio Luisi, aufführt.

Filmthemen von Williams spielt sie bei „Klassik am Odeonsplatz” in München – mit den Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Lahav Shani.

Für das Brahms Violinkonzert sind in der zweiten Jahreshälfte Konzerte in Europa mit dem West-Eastern Divan Orchestra geplant. Bei einer weiteren Europatournee wird Mutter das Mendelssohn Violinkonzert spielen, gemeinsam mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra und seinem Musikdirektor Manfred Honeck.

Mit Williams’ Violinkonzert Nr. 2 sowie ausgewählten Filmthemen beschließt Mutter ihr Konzertjahr 2024 – mit der Hollywood-Legende am Pult des Chicago Symphony Orchestra.

Auszeichnungen

Im Juni 2023 erhielt Anne-Sophie Mutter den Preis des Klavier-Festivals Ruhr und die Royal Philharmonic Society zeichnete sie mit der Goldmedaille aus. Die Krzysztof-Penderecki-Musikakademie Krakau verlieh ihr 2022 die Ehrendoktorwürde. 2019 wurde Mutter mit dem Praemium Imperiale in der Kategorie Musik ausgezeichnet; im Juni erhielt sie den Polar-Musikpreis. Polen verlieh ihr 2018 als erste deutsche Künstlerin die Gloria-Artis-Medaille für kulturelle Verdienste in Gold. Im Februar 2018 wurde die Geigerin zum Ehrenmitglied der Accademia Nazionale di Santa Cecilia ernannt. Rumänien verlieh Mutter 2017 den Kulturverdienstorden im Rang eines Großoffiziers; im gleichen Monat ehrte sie Frankreich mit der Verleihung der Insignien eines Kommandeurs im französischen Orden der Künste und der Literatur. 2016 zeichnete sie das spanische Ministerium für Bildung, Kultur und Sport mit der „Medalla de oro al Mérito en las Bellas Artes“ aus. 2015 wurde Anne-Sophie Mutter zum Honorary Fellow des Keble College der University of Oxford ernannt. 2013 wurde sie ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences, nachdem sie im Januar mit dem Orden der Lutoslawski Gesellschaft (Warschau) ausgezeichnet worden war. 2012 verlieh ihr der Atlantic Council den Distinguished Artistic Leadership Award. 2011 erhielt sie den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 erhielt Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis.

Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.

Aktualisierung 20. Dezember 2023


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