Meine elf Lieblingsbücher

Simone de Beauvoir: Tous les hommes sont mortels (Alle Menschen sind sterblich)

Das Buch handelt von einem unsterblichen Mann, der seit Jahrhunderten im Umfeld von Politikern lebt und ständig ohne Erfolg versucht, den Lauf der Welt zu ändern. Er kann nicht umhin festzustellen, dass die Großen dieser Welt dieselben Fehler immer wieder machen. Wenn man dieses Buch liest, stellt man fest, dass unser alter Traum von der Unsterblichkeit recht absurd ist, und man fragt sich, wie man sich aus dem geistigen Schema befreien kann, das Teil unseres Erbguts ist. 

Erich Fromm: Die Kunst des Liebens

Dieses Buch hat nichts von einem Sex-Lehrbuch! Es geht um die Liebe zum Nächsten. Als ich mein erstes Kind erwartete, hatte ich große Angst, bei ihm dieselben Fehler zu machen wie meine Eltern bei mir. Dieses Buch beschreibt auf wundervolle Weise die Möglichkeit zu lieben, ohne besitzergreifend zu sein. 

Bernd Harder: Die goldenen Regeln der Menschheit

Eine Sammlung der wichtigsten kultur- und religionsübergreifenden Lebensregeln. Das Buch lehrt uns Respekt gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden.

Viktor Klemperer: Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten – Tagebücher 1933-1945

Die Veröffentlichung dieses Tagebuchs schuf in Deutschland einen Skandal. Obwohl Jude, war Klemperer zunächst fasziniert von den Ideen des Dritten Reichs, bevor er entdeckte, welcher Horror dahinter stand. Dem Buch liegt Dogmatismus, der Begriff der "politischen Korrektheit" fern. In einer Zeit, wo religiöser Fundamentalismus um sich greift, ist dies ein Buch, das man immer wieder lesen kann.

Elisabeth Kübler-Ross: Gespräche mit Sterbenden.

Diese amerikanische Psychoanalytikerin, deren Arbeit den Tod und das Leben nach dem Tod zum Inhalt hat, interviewte Menschen, die kurz vor dem Tod stehen, für die jeder Tag zählt, für die das Leben nichts Selbstverständliches mehr ist. Dieses Buch stellt eine wichtige Frage: Wie kann man besser leben, wie verbringt man die Zeit, die man zur Verfügung hat, auf die sinnvollste Art und Weise? 

Gabriel Garcia Marquez: Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Das Buch über die Unsterblichkeit der Liebe.

Marcel Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Jetzt erst begreife ich diese Besinnung auf sich selbst. Es gibt Musik, die auf mich die Wirkung der kleinen Plätzchen hat: Mit ihr hellen sich dunkle Seiten meines Lebens und meiner Erinnerung auf und helfen mir, weiterzumachen.

Rainer Maria Rilke: Brief an einen jungen Dichter

Dieses Buch war für mich ein Schlüsselerlebnis. Es geht um die Notwendigkeit für einen Künstler, in Harmonie mit seiner Kunst zu leben. Rilke rät dem Lehrling der Dichtkunst, sich abends vor dem Einschlafen zu fragen, ob das Schreiben für ihn wirklich lebenswichtig ist. Ist die Frage nach dem Lebenswichtigen nicht eine zentrale Daseinsfrage?

William Shakespeare: Romeo und Julia

Für einander sterben - was gibt es Edleres?

Leo Tolstoi: Die Kreutzersonate

Ich glaube, Tolstoi hatte die Beethoven-Sonate noch nicht gehört, als er sein Buch schrieb. Es handelt von einem Ehemann, der beschließt, seine Frau umzubringen, weil er glaubt, sie sei ihm untreu. Doch das stimmt nicht: Sie spielt nur die "Kreutzer"-Sonate mit einem Mann, der sie bewundert - als Künstlerin. Auch hier geht es um menschliche Leidenschaft und die Schwierigkeit, sie zu kontrollieren.

Emile Zola: Nana

Ich liebe die Geschichte von dieser Frau, die außerhalb aller Konventionen lebt, nicht nur, weil darin die menschlichen Leidenschaften mit einer außergewöhnlichen Kraft und Rohheit dargestellt sind, sondern auch, weil Zola uns zu verstehen gibt, dass körperliche Schönheit und Reichtum unbedeutend sind und nur eine Zeitlang die echten Probleme verdecken.

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