Ein Resümee des 20. Jahrhunderts – 2000 Back to the Future

Richard Stauss

geboren: 11. Juni 1864 in München, Deutschland gestorben: 8. September 1949 in Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

Rund 60 Jahre lange zählte Richard Strauss zu den wichtigsten Figuren der europäischen Musik. Seine musikalische Ausbildung begann bereits sehr früh und wurde von seinen Eltern gefördert: Seine Vater, Franz Strauss verfügte als 1. Hornist des Münchner Hoforchesters über ausgezeichnete Kontakte in die Musikszene. Bereits im Alter von vier Jahren lernte er Klavier, mit acht Jahren Violine und von 1875 bis 1880 hatte er Kompositionsunterricht bei Wilhelm Meyer. Als 2. Kapellmeister und als Kapellmeister der Hofkapelle von Meiningen lernte Strauss die Praxis des Orchesterdirigierens kennen. Weitere Engagements führten ihn nach München und nach Weimar.

Bereits als Strauss 20 Jahre alt war, wurden seine Werke von den damals berühmtesten Dirigenten Hermann Levi und Hans von Bülow aufgeführt. 1889 lernte Richard Strauss Cosima Wagner kennen und wirkte erstmals als musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen.

1894 feierte Strauss mit seiner ersten Oper Guntram in Weimar Uraufführung, kurz danach kehrte er ans Münchner Hoftheater zurück. 1898 folgte Strauss einem Ruf nach Berlin als 1. Hofkapellmeister. In seiner Berliner Zeit verlagerte Strauss seinen kompositorischen Schwerpunkt von symphonischen Dichtungen auf die Oper. In den folgenden 40 Jahren entsanden bekannte Werke wie Salome, Elektra, Der Rosenkavalier, Adriadne auf Naxos, Die Frau ohne Schatten und Arabella (alle mit Libretti des österreichischen Dichters Hugo von Hofmannsthal), Intermezzo sowie Capriccio.

1919 wurde Strauss Leiter der Wiener Staatsoper und dirigierte 1922 zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen, zu deren Initiatoren er gehörte. Wegen zahlreicher auswärtiger Verpflichtungen legte Strauss die Leitung der Wiener Staatsoper 1924 nieder und konzentrierte sich ganz auf seine Tätigkeiten als Komponist und Gastdirigent. 1933 wurde er von der nationalsozialistischen Führung zum Präsidenten der neugeschaffenen Reichsmusikkammer berufen. Dieses Amt musste er allerdings wegen der Zusammenarbeit mit dem jüdischen Schriftsteller St. Zweig schon bald wieder niederlegen.

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